Neue Zielallokation reflektiert Chancen der Schwellenländer

Neue Zielallokation reflektiert Chancen der Schwellenländer

Die Portfoliostruktur unserer easyfolio-Fonds nach BIP-Gewichtung legt einen im Vergleich zur Marktkapitalisierung hohen Anteil an Aktien aus den Schwellenländer offen. Die Experten von Hauck & Aufhäuser sehen darin einen immensen Renditevorteil, denn die Aussichten für Schwellenländer sind positiv.

Das liegt vor allem an China. Hier erwarten die Marktteilnehmer übereinstimmend ein Wirtschaftswachstum von rund 6 Prozent. Die positive Entwicklung des Konsums treibt die Binnennachfrage und senkt die Abhängigkeit vom Export und der weltweiten konjunkturellen Entwicklung. Von den stabilen Wachstumsprognosen für China profitieren vor allem die asiatischen Schwellenländer. Dieser Mitzieh-Effekt ist auch in anderen Teilen der Welt zu beobachten: Die süd- und mittelamerikanischen Länder haben mit den USA einen starken Nachbarn, bei den osteuropäischen Ländern ist es das wirtschaftlich wiedererstarkende Westeuropa. Daher sind Schwellenländer im Allgemeinen, und nicht einzelne Länder, eine interessante Anlageklasse, zumal sich wichtige Länder wie Russland (Wirtschaftssanktionen), Brasilien (politische Unsicherheit) und die Türkei (rückläufiger Tourismus) wieder erholen.

Der konjunkturelle Rückenwind und die Verbesserung der Margen treibt die Unternehmensgewinne, welche im vergangen Jahr bei rund 21 Prozent lagen. Die Bewertung der Aktien aus Asien liegt aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16. Aktien aus den Schwellenländer sind daher weiter attraktiv.

Die häufig angeführten hohen Verschuldungsquoten chinesischer Unternehmen betreffen in der Regel die großen Staatsunternehmen, was vor dem Hintergrund des hohen staatlichen finanzpolitischen Spielraums aber nicht zu abrupten Verwerfungen führen wird. Allgemein ist bei Schwellenländern die über die letzten Jahrzehnte sinkende durchschnittliche staatliche Verschuldung hervorzuheben. Diese hat sich von 65 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in den 80er Jahren auf rund 45 Prozent reduziert, was die Handlungsspielräume der Regierungen wieder erhöht. Dies ist möglicherweise aber gar nicht nötig, da der breite Aufschwung in den Industrieländern positive Effekte auf die Schwellenländer hat. Der zunehmende Rohstoffbedarf ist ein gutes Beispiel. So haben die sich stabilisierenden Rohstoffpreise, zum Beispiel Öl, Eisenerz, Kupfer und Nickel, für ein Ende der Rezession in den beiden BRIC-Staaten Russland und Brasilien gesorgt. Trotz der guten Entwicklung bei den Rohstoffen hat sich die Abhängigkeit der Schwellenland-Aktien, ausgedrückt durch den MSCI Emerging Markets Index, von Rohstoffen spürbar reduziert. So machten Rohstoffaktien vor zehn Jahren noch rund 40 Prozent aller Werte aus, jetzt sind es nur noch knapp 14 Prozent.

Dafür steigt die Bedeutung von High-Tech. IT-Werte machen inzwischen rund 30 Prozent des Indexes aus und haben damit einen großen Einfluss auf die Ländergewichtung, welche vor allem eines zeigt: Asien wird immer stärker. 30 Prozent der Werte sind chinesische Unternehmen (Tencent oder Alibaba gehören inzwischen zu den größten Firmen nach Marktkapitalisierung), 16 Prozent kommen aus Südkorea (zum Beispiel Samsung) und 11 Prozent aus Taiwan (zum Vergleich: Indien ist mit rund 9 Prozent und Brasilien mit rund 7 Prozent im Index vertreten).

Bei Investitionen in Aktien oder Anleihen aus Schwellenländern dürfen die Risiken aber nicht ausgeblendet werden. Diese können sowohl politischer (Korruption, Unruhen etc.) als auch wirtschaftlicher Natur sein. So könnte ein stärker werdender US-Dollar dazu führen, dass Gelder aus den Schwellenländern abfließen. Eine breite Streuung der Anlagen erscheint daher grade in diesem Segment unabdingbar. Diese Diversifizierung setzen wir mit Hilfe von Investitionen in ETFs konsequent durch.

Bleiben Sie auf dem Laufenden...
...und melden Sie sich zum Newsletter an Jetzt anmelden

Weitere interessante Artikel

  • Schwellenländer und ihre Rolle im Depot Schwellenländer bergen große Chancen. Doch gibt es Chancen nicht ohne Risiken. Wie ein Portfolio mit Aktien aus Emerging Markets konzipiert sein sollte. Wer passiv investiert, setzt häufig auf nach Marktkapitalisierung gewichtete Indizes. Dieses Vorgehen ist auch sinnvoll – […]
  • easyfolio Quartalsbericht 3/2016: easyfolio profitiert vom positiven Marktumfeld Nach dem Brexit-Schock Ende Juni erholten sich die internationalen Kapitalmärkte im dritten Quartal zur Überraschung vieler Marktteilnehmer wieder schnell und verbuchten sogar deutliche Gewinne. Gefragt waren dabei risikobehaftete Anlagen wie Aktien aus den Schwellenländern und […]

Kommentar hinterlassen

Kommentar (Pflicht)

Diese HTML Tags und Attributen sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Name (Pflicht)
E-Mail Adresse (Pflicht)

*