Jahresrückblick 2017: Tendenz positiv

Jahresrückblick 2017: Tendenz positiv

Die Tendenz an den Kapitalmärkten war 2017 insbesondere geprägt von positiven Wertentwicklungen an den Aktienmärkten in den einzelnen Regionen und stabilen bis leicht freundlichen Rentenmärkten in der Eurozone und in den Vereinigten Staaten. Auch deutliche Wechselkursbewegungen zu Gunsten des Euros und eine signifikante Erholung des Rohölpreises beeinflussten die Märkte im Jahresverlauf.

Betrachtet man die Entwicklung an den Finanzmärkten im Detail, so lässt sich das vergangene Jahr in drei Abschnitte einteilen. Nach einer freundlichen Tendenz in der ersten Jahreshälfte an den Aktienbörsen in der Eurozone, den USA und in Japan, folgte eine leichte Konsolidierung über die Sommermonate.

In der zweiten Hälfte des Jahres konnten die Märkte dann im Trend weiter zulegen und zum Teil neue historische Höchststände erzielen, wie beispielsweise der DAX Index mit 13.525 Punkten. Was waren die treibenden Faktoren für die Anlageklasse Aktien? Zum einen eine gute bis sehr gute Konjunkturentwicklung, welche sowohl für Europa (siehe historischer Höchststand des Ifo-Index im Dezember für Deutschland), Nordamerika, Japan als auch für die meisten asiatischen Volkswirtschaften charakteristisch war. Diese Entwicklung wurde von anhaltend moderaten Verbraucherpreisen und guten Berichtsquartalen der Unternehmen unterstützt. In Summe herrschte eine hohe konjunkturelle Synchronität zwischen der Eurozone, den USA und Japan. Unterstützend kam die nach wie vor insgesamt lockere Geldpolitik der Notenbanken noch hinzu. Dieser zuletzt genannte Aspekt des „lockeren“ Geldes in Kombination mit den niedrigen Inflationsraten dient auch der Erklärung für die Entwicklung an den Rentenmärkten. Während sich die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen in Deutschland und in den Vereinigten Staaten in einem schmalen Korridor bewegt haben, wie zum Beispiel in Deutschland zwischen 0,16 und 0,60 Prozent und in den USA zwischen 2,04 und 2,62 Prozent, kam es in der europäischen Peripherie, wie etwa in Italien und Spanien, zu temporären Spreadausweitungen.

Auf der Seite der Wechselkurse war die feste Entwicklung des Euros gegenüber den meisten großen Handelswährungen auffallend. So wertete die europäische Gemeinschaftswährung den US-Dollar im Vergleich zum Euro in der Spitze um ca. 16 Prozent auf. Im Gegensatz zum US-Dollar verlor das britische Pfund weniger an Wert nämlich ca. 9 Prozent in der Spitze. Diese Entwicklung stand in direktem Zusammenhang mit der Entscheidung über den Brexit, den Austritt der Briten aus der Europäischen Gemeinschaft. Nach dem kleinen Zinserhöhungsschritt der Bank of England um 0,25 Basispunkten, kam es zu einer Beruhigung und zu einer leichten Erholung der britischen Währung gegenüber dem Euro.

Die easyfolio-Strategien lieferten im Geschäftsjahr eine positive Wertentwicklung ab, allen voran easyfolio 70 mit einem Plus von 6,62 Prozent, gefolgt vom easyfolio 50 mit 4,33 Prozent. Die easyfolio flex-Strategie war nur unwesentlich schwächer mit 3,84 Prozent. easyfolio 30 bildet das Schlusslicht mit einem Wertzuwachs von immerhin 1,88 Prozent.

Guido Stiel ist Portfolio Manager bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers und ebenfalls für das Portfoliomanagement bei easyfolio verantwortlich. Als Experte für Investmentfonds kommentiert er in seinen Beiträgen die Entwicklung der easyfolio-Strategien.

 

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