7 Gründe, warum Sie in easyfolio investieren sollten

7 Gründe, warum Sie in easyfolio investieren sollten

Nr. 2: Analyse und Auswahl von effizienten ETFs

Die easyfolio-Strategien investieren über Exchange Traded Funds (ETFs) in die weltweiten Aktien- und Rentenmärkte. Am Markt gibt es zahlreiche Anbieter von ETFs, mit denen die Zielallokation in den easyfolio-Strategien umgesetzt werden könnte. easyfolio setzt bei der Auswahl von ETFs jedoch strenge Kriterien an – nur die effizientesten ETFs werden für easyfolio-Strategien ausgewählt. Dabei wird auf folgende Kriterien besonderer Wert gelegt:

Kriterium 1: Kosten

Ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl von ETFs ist ihre Kostenstruktur. Gegenüber aktiven Investmentfonds sind ETFs mit geringen Kosten verbunden. Von diesem Kostenvorteil profitieren insbesondere die Kunden, denn die easyfolio-Strategien sind dadurch deutlich günstiger als viele in Deutschland zum Vertrieb zugelassene Mischfonds. Die Kostenbelastung der in den easyfolio-Strategien enthaltenen ETFs liegt bei ca. 0,25 % p. a. In der Regel ist es jedoch ausreichend, sich die laufenden Kosten der ETFs anzuschauen. Diese finden sich u. a. in den wesentlichen Anlegerinformationen („KIID“). Je geringer die Kostenbelastung, desto höher die Rendite.

Kriterium 2: Physische Replikation

Das Investment-Team von easyfolio bevorzugt bei der Auswahl von ETFs Produkte, die ihren zugrundeliegenden Index physisch und somit vollständig abbilden. Das bedeutet, dass z. B. alle Aktientitel eines Aktienindex in der entsprechenden Gewichtung auch tatsächlich im ETF enthalten sind. Manche Indizes enthalten eine sehr große Zahl an Titeln und auch illiquide Titel. Daher greifen einige ETF-Anbieter auf alternative Replikationsmethoden zurück. Zu diesen zählt z. B. die „Optimized Sampling Methode“, bei der nicht alle Titel eines Index enthalten sind. Hier fallen insbesondere Titel heraus, die einen geringen Anteil am Index haben oder illiquide sind. Da diese Titel meist nur einen sehr geringen Anteil am Portfolio haben, kann der Index auch ohne diese Titel hinreichend genau abgebildet werden.

Eine weitere Methode, die bevorzugt bei Indizes mit illiquiden Titeln zum Einsatz kommt, ist die „Synthetische Replikationsmethode“. Hierbei kommen sogenannte Swaps zum Einsatz, also Derivate, welche die Wertentwicklung eines Index mit einer Investmentbank gegen eine Gebühr tauschen. Der ETF bildet damit die Wertentwicklung recht genau ab, ohne alle Titel des Index halten zu müssen. Allerdings besteht hier das Risiko, dass die Investmentbank und damit auch der Swap ausfallen. Der Verlust kann leicht mehrere Prozent eines ETFs betragen. Aus diesem Grund bevorzugt das Investment-Team von easyfolio die physische Replikation, welche alle Titel in der entsprechenden Gewichtung im ETF hält.

Kriterium 3: Geringer Tracking Error

Der Tracking Error beschreibt die durchschnittliche Abweichung des ETFs vom Index. Diesen gilt es zu minimieren. Ein ETF, der von seiner Benchmark positiv abweicht und eine deutlich bessere Wertentwicklung erzielt, hat seine Zielsetzung verfehlt. In der Regel sind die Abweichungen von ETFs äußerst gering und unterscheiden sich auch zwischen den Replikationsmethoden kaum. Den größten Einfluss haben hierbei die Verwaltungsgebühren des ETFs. Weitere Faktoren sind z. B. Erträge durch Wertpapierleihe, Kasse, die im ETF gehalten wird, oder Kosten für das Rebalancing bei der physischen Replikationsmethode bzw. Kosten für den Swap bei der synthetischen Replikationsmethode. Es gibt jedoch Phasen, wie z. B. zur Finanzkrise im Jahr 2008, in denen manche Anbieter Schwierigkeiten bei der Abbildung gerade illiquider Märkte haben. Wir prüfen daher den historischen Tracking Error, sodass die in den easyfolio-Strategien enthaltenen ETFs auch in Krisenphasen stets nahe am zugrundeliegenden Index notieren.

Kriterien 4 und 5: Fondsvolumen und Liquidität

Diese beiden Punkte müssen zusammen betrachtet werden. Der Trend zu ETFs hat dazu geführt, dass zumindest für die großen und beliebten Indizes ETFs mit einem hohen Fondsvolumen und einem intensiven Handel zur Verfügung stehen. ETFs werden in der Regel über die Börse gehandelt, und je mehr Anteile im Umlauf sind, desto geringer sind die Transaktionskosten, da damit auch die Handelsspanne sinkt. Bei ETFs mit einem geringen Fondsvolumen besteht die Gefahr, dass die Handelsspanne größer ist und diese ETFs aufgrund fehlender Nachfrage eventuell wieder geschlossen oder mit anderen Fonds fusioniert werden. Da wir regelmäßig Transaktionen durchführen, bevorzugen wir hochliquide ETFs mit einem signifikanten Fondsvolumen.

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Lennart Segler ist Portfolio Manager bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers und für die Steuerung der easyfolio-Strategien verantwortlich. Als ausgewiesener Experte für Investmentfonds kommentiert er in seinen Beiträgen die Entwicklung der easyfolios und beleuchtet interessante Fragestellungen aus dem Portfolio Management.

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